Pressestimmen

2016   Melómano, Spanien   Luis Agius

La sala Angelika Kauffmann, de excepcional acústica, cálida, nítida y envolvente y poco más de 600 localidades, está construida y revestida de madera en su interior [...]. Se trata de una sala muy acogedora, ideal para crear un ambiente íntimo y de recogimiento, imprescindible para degustar la música de Schubert, tan íntima, tan dirigida directamente a nuestra alma y a nuestro corazón. Tanto la voz humana como el piano se ven favorecidos por la madera y los altos techos, pudiendo apreciarse por el público incluso situado a mitad de sala el sonido redondo de la voz de Anja Harteros o los intensos pianissimi del pianista Igor Levit.

2016   Frankfurter Allgemeine Zeitung, Deutschland   Eleonore Büning

Die Prognose ist schlecht. Es heißt, der Liederabend sei vom Aussterben bedroht, wie Kaiserpinguin und Buckelwal. Überhaupt soll es heute nur noch zwei Inseln auf der Welt geben, zwei romantische Exklaven, in denen rund ums Jahr herum das Kunstlied blüht. Die eine Insel liegt ihrerseits auf einer Insel, der britischen nämlich, in Wigmore Hall, London. Die andere findet man in Vorarlberg in Österreich, bei den Schubertiaden, wahlweise im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg oder im Markus-Sittikus-Saal in Hohenems. Deutschland kennt keine solchen Inseln mehr.

2016   Neue Zürcher Zeitung, Schweiz   Marianne Zelger-Vogt

Die Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems ist die Top-Adresse unter den Festivals für Liedgesang und Kammermusik. Das Jubiläums-Programm zeigt, wie man immer noch Neues in Schuberts Solo-Liedern zutage fördern kann. […] Gerd Nachbauer, Mitbegründer und seit 1980 Gesamtleiter der heute in Schwarzenberg und Hohenems domestizierten Schubertiade, hat die Idee, die im Ursprung des Festivals stand, aufgegriffen und im Sinn der Machbarkeit adaptiert: Nicht, wie in der Anfangszeit projektiert, eine Schubert-Totale mit sämtlichen Werken einschliesslich der Opern, jedoch eine Gesamtaufführung aller rund 600 Sololieder des Komponisten ist angesagt.

2016   »Ein Leben mit Schubert«, Ö1, Österreich   Elke Tschaikner

Ich war 15 und bekam eine Karte für ein Konzert der Schubertiade geschenkt. Was mich bei so einem Liederabend erwarten würde, davon hatte ich damals keine wirkliche Vorstellung. Auf meiner Eintrittskarte stand: Markus Hinterhäuser (Klavier), Brigitte Fassbaender (Mezzosopran). Die älteren Besucher im Foyer fachsimpelten, ich verstand nicht, wovon sie redeten. Ich setzte mich in die hinterste Reihe und war seltsam aufgeregt. Dann kam sie auf die Bühne, in langem, weißem Gewand, und nach wenigen Sekunden schlug der Blitz bei mir ein. Brigitte Fassbaender, Schubert, Schwangengesang. Vielleicht kann ein Konzerterlebnis nur so prägend werden, wenn man es als wirklich junger Mensch erlebt. […] Manchmal sah ich in den Pausen im Foyer einen Herrn, der sich mit Künstler/innen unterhielt. Es hieß, es sei Gerd Nachbauer, das Herz und die Seele der Schubertiade. Er hat das Festival 1976 gemeinsam mit Hermann Prey und Christian Lange gründet, von Beginn Gerd Nachbauer hat viel erlebt in diesen Jahrzehnten, in denen er um Schubert kreiste, und wer sich mit ihm unterhält, ahnt, dass noch lange kein Ende seiner Schubertiaden in Hörweite ist.

2016   Südwestpresse, Deutschland   Susanne Rudolph

Gerd Nachbauer, von Anfang an dabei und seit 1980 ebenso dezenter wie konsequenter Leiter der Schubertiade, darf sich zur 40. Auflage gratulieren. Sein Konzept, ein Festival zu installieren, das sich fast ganz auf Schubert und seine Zeit konzentriert, innerhalb weniger Fest-Tagen die Elite an Liedsängern, Pianisten und Kammermusik-Ensembles präsentiert, dabei auf jeglichen Glamour verzichtet und in kleinen idyllischen Orten stattfindet, hat sich bewährt. So bewährt, dass die Schubertiade ausschließlich über den Kartenverkauf und die Unterstützung durch den Förderverein finanziert wird: eine Rarität in der von Subventionen und Sponsoren abhängigen Festspielwelt.

2016   Concerti, Deutschland   Katharina von Glasenapp

Spätsommer in Schwarzenberg: Am helllichten Nachmittag singt Tenor Daniel Behle von nächtlichen Schatten, von Mord, Kirchhof und unheimlichen Fieberträumen. Nur wenige Stunden später zieht Pianistin Elisabeth Leonskaja ihr Publikum hinein in die pulsierende Bewegung eines Sonatensatzes – und in der Pause scheint der Vollmond auf das beschauliche Dorf im Bregenzerwald, als hätte der Ausstatter eine riesige Laterne an den Himmel über den umliegenden Bergen gehängt: Willkommen im Schubert-Paradies.

2015   Fono Forum 05/15, Deutschland   Marco Frei

Wer das Besondere der Schubertiade im österreichischen Vorarlberg benennen möchte, hat ein Problem. Ist es das wunderschöne Alpen-Ambiente oder der programmatische Schwerpunkt auf Franz Schubert – mit dem Fokus auf Liedgesang, Kammermusik und Klavierwerke? Ist es der Blick tief hinein in die Komponistenstube dank erstklassiger Interpreten, die mit unterschiedlichen Sichtweisen das Erbe Franz Schuberts pflegen? Oder ist es die ungezwungene Atmospähre, befreit vom gesellschaftlichen Klimbim? Sind es die akustisch phantastischen Konzertsäle in Schwarzenberg und Hohenems? Es ist alles zusammen, die Schubertiade ist ein Gesamtkunstwerk im besten Sinn.

2015   Crescendo April/Mai 2015, Deutschland   Teresa Pieschacón Rapahel

Es gibt wohl kaum einen Ort, an dem Kunst und Natur derart in Einklang stehen wie im 2000 Einwohner großen Schwarzenberg im österreichischen Bregenzer Wald. [...] Denn im Sommer wird Schwarzenberg zum Mekka des Kunstliedes, wenn hier und im benachbarten Hohenems die »Schubertiade« veranstaltet wird. Dann vervierfacht sich die Bevölkerung auf einen Schlag auf etwa 8000. Aus Deutschland kommen sie, aber auch aus Österreich, der Schweiz, Großbritannien und Übersee. Allesamt sind sie Liebhaber einer Musikgattung, die [...] in den Philharmonien und Opernhäusern der Metropolen nicht mehr stattfindet: dem Kunstlied der Romantik. Viele kommen jedes Jahr. Als sei die »Schubertiade« ein unumstößliches Ereignis wie Weihnachten. Man kennt, man trifft sich, sei es vor den Konzerten auf den unzähligen Wanderwegen, die durch malerische Berglandschaften führen, oder im Franz-Schubert-Museum in Hohenems, das sich mit Schwarzenberg als Austragungsort abwechselt. [...] Hier treffen sich die musikalischen Connaisseurs, die anspruchsvolle Liedkunst zu schätzen wissen. Nirgends – so heißt es – soll in Konzerten so wenig gehustet und getuschelt werden wie auf der Schubertiade.

2015   The Guardian, London, England   Alan Rusbridger

Many festivals take years – even decades – to settle into a winning formula. The Schubertiade, by contrast, has seen little reason to change much since it first opened its doors in 1976. Do not come to the Austrian hamlet of Schwarzenberg in search of novelty or experimentation: you won't find it. But if you relish the idea of being in the company of world-class musicians as they, like you, revel in the intimacy and staggering beauty of this festival and its surroundings then book early for next year.

2015   Limelight, Australien   Richard Gate

The Schubertiade, founded in 1975 at the initiative of the late great German baritone Hermann Prey, is one of Europe’s foremost music festivals held each year from May to October in Western Austria near Lake Constance (known to the Germans as Bodensee). These days, the concerts take place in series divided between the town of Hohenems in the low-lying district near Lake Constance, and the village of Schwarzenberg in the foothills of the Austrian Alps. The latter site, with its deep valleys, pine forests, rural atmosphere, towering peaks and fast-flowing streams, is reminiscent of Die Schöne Müllerin itself and is a venue Schubert would have felt at home.

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